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Änderungsantrag B1-Ä144-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Ökonomie, Ökologie und Gerechtigkeit zusammendenken
AntragsstellerIn: Michael Weichert (KV Leipzig)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 06.01.2014, 14:46 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 143 bis 156
Wirtschaft ist Mittel zum Zweck. Wir wirtschaften, um unsere Bedürfnisse befriedigen zu können. Quantitatives Wachstum und einseitige Weltmarktorientierung allein reichen nicht aus. Wir GRÜNE denken Wirtschaft von unten nach oben. Alles, was in den Regionen erzeugt und abgesetzt werden kann, schafft Wertschöpfung und Wohlstand vor Ort, hält das Geld in der Region und macht im Krisenfall unabhängig von der Entwicklung globaler Märkte. Kurze Wege schonen darüber hinaus nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Umwelt und Klima. Die Regionalwirtschaft ist also bestens geeignet, etliche elementare Bedürfnisse zu befriedigen. Ihre Akteure, die kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen, Handwerker und Dienstleister verstehen wir als unsere Partner.
Eine gute Lebensqualität für alle Generationen können wir langfristig nur dann erhalten, wenn wir in einer solidarischen Ökonomie die Grenzen der Natur respektieren. Nur dann kann ein Ausgleich zwischen Starken und Schwachen stattfinden, werden kulturelle Werte erhalten bleiben und kann eine vielfältige, inklusive Bildungslandschaft vorhanden sein. Wir fragen auch nach den Folgekosten, die durch Umweltbelastungen entstehen, beispielsweise durch klimaschädliche CO2-Emissionen oder krankmachende Lärmbelästigungen. Für uns GRÜNE misst sich Wohlstand nicht nur am Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, sondern auch an der Lebensqualität und dem Umgang mit der Natur. Eine GRÜNE Wirtschaftspolitik will die AkteurInnen in Wirtschaft und Gesellschaft für Investitionen in die Umweltbedingungen gewinnen. Wir wollen die soziale Marktwirtschaft in eine sozial-ökologische Marktwirtschaft umbauen.

Begründung

Mit dem einführenden Absatz soll sofort deutlich werden, was das Besondere grüner Wirtschaftspolitik ist. Außerdem sollen KMU sowie Handwerksbetriebe direkt angesprochen werden, die über 98% der sächsischen Unternehmenslandschaft ausmachen. Der Fokus auf regionale Wirtschaftskreisläufe ist m.E. ein Alleinstellungsmerkmal grüner Wirtschaftspolitik, welches besonders vor dem Hintergrund der kleinteiligen sächsischen Wirtschaft herausgestellt werden sollte.