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Änderungsantrag B1-Ä350-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Ökonomie, Ökologie und Gerechtigkeit zusammendenken
AntragsstellerInnen: Ulrike Bürgel (KV Dresden), Victor Vincze (KV Dresden)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 14.01.2014, 16:22 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 328 bis 372
Für einen fairen Arbeitsmarkt mit Chancen für alle
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen einen chancenreichen Arbeitsmarkt in Sachsen, der allen Mitgliedern der Gesellschaft fairen Zugang, Teilhabe und gutes Auskommen sichert. Wir wollen es uns nicht leisten, dass Jugendliche keine Abschlüsse haben und sächsischen Unternehmen gut ausgebildete ArbeitnehmerInnen vor Ort fehlen. Dafür brauchen wir eine Arbeitsmarktpolitik, die die richtigen Rahmenbedingungen für eine barrierefreie Arbeitswelt, Durchlässigkeit und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten setzt. Um eine zielgenaue Ausbildung zu erreichen, müssen insbesondere kleine und mittlere Betriebe in die Lage versetzt werden, selbst das passende Personal auszubilden.
Um einem gravierenden Fachkräftemangel in Sachsen vorzubeugen, wollen wir nicht nur die bisherige Niedriglohnpolitik der Staatsregierung beenden, sondern auch die Qualität von Arbeitsplätzen verbessern. Unsere bildungs- und hochschulpolitischen Vorschläge dienen der persönlichen Entwicklung, ermöglichen verschiedene Lebensentwürfe und sichern eine gute Fachkräftebasis in Sachsen.
Darüber hinaus sehen wir die aktive Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten, Älteren sowie Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt als wichtige arbeitsmarktpolitische Aufgabe. Der öffentliche Dienst kannhat dafür als Arbeitgeber eine Vorbildfunktionwahrnehmen. In kleinenVorbildfunktion. Für kleine und mittlerenmittlere Unternehmen kann fürmüssen die Vorteile einer vielfältigen Belegschaft geworbenaufgezeigt werden. Gleichzeitig muss sich der Arbeitsmarkt mit seinen Regeln und Strukturen insgesamt verändern und wieder humanistischer werden, wenn wir eine offene, inklusive Arbeitsgesellschaft erreichen wollen.
Unser Ziel ist es, so vielen Jugendlichen wie möglich eine duale Berufsausbildung zu ermöglichen. Dafür müssen wir auch die Schulabbrecherquote in Sachsen deutlich senken. Die Fachschulen sehen wir als wichtige Ergänzung dazu.
Sachsen kann auch auf die Potenziale älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht verzichten. Deshalb wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, lebenslanges Lernen, altersgerechte Arbeitsorganisation und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Jobcenter und Arbeitsagenturen sollen so ausgestattet sein, dass sie einer qualitativ hochwertigen individuellen Unterstützung älterer Arbeitsloser gerecht werden können.
Ausgrenzungen von Menschen mit Behinderungen könnensind mit funktionierenden Alternativen zu den Werkstätten für behinderte Menschen beendet werden.zu beenden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern wirksame Instrumente in Sachsen wie ein Budget für Arbeit, den Ausbau von Integrationsbetrieben, die Qualifizierung unterstützter Beschäftigung und Arbeitsassistenz im allgemeinen Arbeitsmarkt sowie die Weiterentwicklung persönlicher Budgets für die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe. Wir ermutigen Unternehmen, insbesondere mehr junge Menschen mit Behinderungen auszubilden. Wir setzen uns für die Einrichtung einer zentralen Vermittlungsagentur ein, die gezielt Menschen mit Behinderungen in Berufe ihrer Qualifikation vermittelt.

Begründung

Das kleine Wörtchen 'können' verrät unsere eigene Unsicherheit in Bezug auf unsere Positionen und Überzeugungen, an denen wir teilweise seit Jahren arbeiten und die wir stets überzeugend nach außen vertreten. Wir sollten nun nicht den Fehler machen und aus der letzten Bundestagswahl die Lehre ziehen, nicht mehr klare Aussagen und gesellschaftspolitische Ziele zu formulieren.