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Änderungsantrag B1-Ä473-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Ökonomie, Ökologie und Gerechtigkeit zusammendenken
AntragsstellerIn: LAG Ökologie
Status: Eingereicht
Eingereicht: 14.01.2014, 16:24 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 457 bis 486
Ab ins Grüne! Umweltverträglicher Tourismus in Sachsen
Der sächsische Tourismus hat viel zu bieten. Die Besonderheit von einzigartigen Landschaften, Kulturstädten und industrieller Geschichte locken jedes Jahr mehr Menschen nach Sachsen. Der Tourismus zählt zu den größten Arbeitgebern im Freistaat. Zukunftsfähige Tourismuspolitik verbindet die Bedürfnisse der Gäste und der lokalen Bevölkerung mit denen des Natur- und Umweltschutzes. Nachhaltigkeit im Tourismus ist ein nationaler und internationaler Wettbewerbsvorteil. Wir wollen eine auskömmliche Finanzierung von Pflege und Erhalt der charakteristischen Natur- und Kulturlandschaften in Sachsen. Dafür brauchen wir Verbündete wie die naturnah wirtschaftenden LandwirtInnen, Obst- und WeinbäuerInnen sowie die Nichtregierungsorganisationen, die Natur- und Umweltbildung anbieten. Genauso
Genauso
wichtig ist es, die Lücken im touristischen Wegenetz in Sachsen zu schließen: eine einheitliche Ausschilderung, Wegeführung zu Attraktionen und Versorgungs- und Beherbergungseinrichtungen, Qualitätsservice, Berücksichtigung von Aktivurlaubswünschen und verbesserter, vertakteter öffentlicher Verkehr, sowohl innerhalb der Regionen als auch zu den Regionen hin. BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN fördern den Kinder- und Jugendreisesektor und achten auf familienfreundliche und kostengünstige Unterkünfte, damit auch kinderreiche Familien bei uns in Sachsen Urlaub machen können. Hier bietet Sachsen vor allem in den ländlichen Räumen großes Entwicklungspotenzial. Die Zusammenarbeit der öffentlichen und der privaten Hand muss verbessert werden. In der kommenden Legislatur wird Förderung vor allem bei der überbetrieblichen Infrastruktur, der einzelbetrieblichen Risikominderung, bei Qualifizierung, Innovation und Vernetzungsaufgaben benötigt. Nachhaltige Tourismusregionen tragen erheblich zu einer dauerhaften Wertschöpfung und zum Wohlstand der Bevölkerung bei und sind gleichzeitig Impulsgeber für eine zukunftsfeste Regionalentwicklung.
Grenzübergreifende Zusammenarbeit stärken und erleichtern
In den vergangenen Jahren wurden mit Unterstützung europäischer Förderprogramme (Interreg) zahlreiche grenzübergreifende Projekte zwischen Schulen, Unternehmen, Tourismusanbietern, Kommunen und Vereinen mit Sitz in Sachsen, Tschechien und Polen durchgeführt. Gemeinsam werden Probleme grenzübergreifend angegangen, zB um in strukturschwachen Regionen die gemeinsame Nutzung technischer und sozialer Infrastrukturen zu verbessern oder den gemeinsamen Einsatz von Rettungsdiensten zu koordinieren.
Auch in der neuen Förderperiode 2014-2020 wird die interregionale, grenzübergreifende Zusammenarbeit fortgesetzt. Wir fordern, die Programme zu entbürokratisieren und den Verwaltungsaufwand zu verringern. Insbesondere Projektträger aus der Vereinslandschaft sollen Pauschalen abrechnen und bei Bedarf auf eine Vorfinanzierung der Projektmittel zugreifen können. Die Auszahlung bewilligter und abgerechneter Fördermittel soll nicht länger als sechs Monate dauern – im Vergleich zu jetzt zwei bis Jahren Bearbeitungszeit wäre das ein großer Fortschritt.

Begründung

Das Thema fehlte bislang und hier scheint es eine passende Stelle zu finden. Wir setzen uns für Bürokratieabbau bei INTERREG-Programmen ein, weil die Gefahr besteht, dass mehr Schaden als Nutzen entsteht, wenn Vereine in ihrer Existenz bedroht werden weil sie über Jahre auf geplante und vorgestreckte Fördermittel warten müssen - nur weil die Prüfung durch die Förderbank so lange dauert.