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Änderungsantrag B3-Ä751-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Sachsens Energiewende: 100 Prozent erneuerbar, gerecht und sicher
AntragsstellerIn: Philipp Schwarzbach (KV Görlitz)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 14.01.2014, 17:34 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 736 bis 751
Forschung für die Energiewende
Bundesweite Energieforschungsprogramme können in Sachsen viel stärker genutzt werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen, dass sich Hochschulen in Sachsen mit Forschungseinrichtungen und angeschlossenen Unternehmen zu einem „Energieforschungscluster Sachsen“ zusammenschließen, um die verschiedenen Kompetenzen für eine bessere bundesweite und internationale Sichtbarkeit zu bündeln und zu koordinieren. Wir wollen die in den Ingenieurfächern vorhandenen Potenziale nutzen, um Sachsen bis 2020 zu einem führenden Forschungs- und Ausbildungsstandort für erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie Speicher- und Netztechnologien zu entwickeln.
KernenergieBislang für Kernenergie und Kohleverstromung werden bei der Energieversorgung von morgen keine Rolle mehr spielen. Die dafür bislang eingesetzten öffentlicheneingesetzte öffentliche Forschungsförderungsmittel sollen in die Forschungsbereiche der nuklearen Endlagerung und der Altlastenbehandlung fließen. Freiwerdende Forschungsmittel wollen wir zukunftssicher für die Energieforschung von erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und -effizienz, Stromnetzmanagement und Speichertechnologien einsetzen.

Begründung

Die Beibehaltung öffentlicher Fördermittel in der Forschung fossiler und nuklearer Energien ist wichtig zur Kompetenzerhaltung in vielen sicherheitsrelevanten Branchen, bspw. im Bereich der nuklearen Sicherheit und Entsorgung.
Nur eine Forschung die unabhängig von industriellen Drittmittelgebern ist, ist in der Lage Schwachstellen in der Nukleartechnik aufzuzeigen und sie auch gegenüber anderen Ländern, die bislang Kernkraftwerke betreiben, zu kommunizieren. Letztendlich würde ein kompletter Rückzug der öffentlichen Hand aus der Forschung der nuklearen Sicherheit auch zu einem Mangel an Kenntnissen im Umgang mit radioaktiven Abfällen führen und die Sicherheit eines Atommüllendlagers unmöglich machen.