Antragsgrün - die Online-Antragsverwaltung für Parteitage, Verbandstagungen und Mitgliederversammlungen

Änderungsantrag C4-Ä1465-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
AntragsstellerIn: LAG Ländliche Räume, Landwirtschaft und Forst
Status: Eingereicht
Eingereicht: 13.01.2014, 15:27 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 1464 bis 1513
Schluss mit der industriellen Massentierhaltung!Artgerechte Nutztierhaltung fördern
Tiere sollten stets unter art- und verhaltensgerechten Bedingungenverhaltensgerecht gehalten werden. Industrieartige Großställe, in denen Legehennen, Masttiere und –geflügel,In Massentierhaltungsanlagen, aber auch Milchkühe auf engstem Raum gehalten werden, können art- und verhaltensgerechter Tierhaltung in keiner Weise gerecht werden. Gerade weil die Landwirtschaft staatlich subventioniert ist, fordern immer mehr Menschen tiergerechtekleinen und umweltverträglichemittleren Betrieben werden Nutztiere dagegen all zu oft unter artfremden und zum Teil unwürdigen Bedingungen ein. Aufgrundgehalten. Tierquälerische Praktiken wie das betäubungslose Kupieren der erhöhten Belastung durch Transporte, Gerüche, StaubSchwänze oder Kastrieren von Ferkeln, das Schnabelkürzen bei Legehennen, das millionenfache Töten männlicher Eintagsküken oder das Enthornen von Kälbern sind leider gängige Praxis und müssen endlich verboten werden. Wir fordern ein Umdenken in der Tierzucht, weg von Spitzenleistungen, Qualzuchten und Turbomast, hin zu Lebensleistung und KeimeLanglebigkeit. Die Haltungsformen sollen sich an den Standorten solcher Großanlagen regt sich zudemBedürfnissen der wachsende WiderstandTiere und nicht an der Gewinnmaximierung der Betriebe orientieren. Wir GRÜNE wollen alle Formen der Anbindehaltung baldmöglichst abschaffen, ohne Übergangsfristen zu verlängern. Wir brauchen am Tierwohl orientierte Regeln für Bestandsobergrenzen, Besatzdichten und Platzangebote, sowie eine konsequente Durchsetzung des Verbotes des Antibiotikaeinsatzes in der Tiermast. Bei der Schlachtung und dem Transport sollen durch AnwohnerInnen. Es wachsenstrengere Kontrollen bestehende Tierschutzvorschriften eingehalten werden. Um Transportzeiten zu minimieren, brauchen wir kleinere, dezentrale Schlachthöfe, die Bedenken, dassaußerdem die regionale Wirtschaftskraft stärken. Tierschutzlabel wie „Neuland“ oder die Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes bieten wichtige Anreize, die Haltungsbedingungen unserer Nutztiere auch in konventionellen Betrieben zu verbessern. Aber das gibt es nicht zum Nulltarif: Qualitätsfleisch aus artgerechter Tierhaltung zu Discountpreisen ist ein Widerspruch in sich.

Schluss mit der industriellen Massentierhaltung!
Industrielle Großstallanlagen, in denen Nutztiere wie Legehennen, Mastgeflügel und Schweine in großer Zahl und auf engem Raum gehalten werden, widersprechen einer artgerechten Tierhaltung. Derartige
Tierfabriken beeinträchtigen zudem das Orts- und Landschaftsbild beeinträchtigenLandschaftsbild, und sie stellen die Funktion der ländlichen Räume als Erholungs- und Tourismusgebiete infrage stellen. Sachsenin Frage. Die AnwohnerInnen wehren sich gegen hohe Belastungen durch Transportlärm, Gerüche, Staubemissionen und Keime. Weil die Landwirtschaft hoch subventioniert wird, haben die Menschen das gute Recht, dafür umweltverträgliche und tiergerechte Bedingungen einzufordern. Sachen hat aber ausgerechnetdagegen die Errichtung neuer Massentieranlagenvon Massentierhaltungsanlagen durch z. T. branchenfremde Investoren mit öffentlichen Fördermitteln massiv unterstützt. Oft sindunterstützt, obwohl diese Anlagen zudemoftmals nicht einmal in die einheimischeheimische Landwirtschaft integriert.
Wir
integriert sind. Wir sächsischen GRÜNEN wollen die pauschalefordern ein Ende aller Förderprogramme für solche Massentierhaltungsanlagen. Eine Förderung der Massentierhaltung durch eine nachhaltige,soll sich ausschließlich an tierschutzgerechten, ökologischen und tierschutzgerechtennachhaltigen Kriterien orientierte Förderung ablösen.
Das Abgabeverbot von Antibiotika zu bloßen Wachstumszwecken
orientieren. Der Privilegierung derartiger Anlagen im Außenbereich muss besser kontrolliert werden. Tiere sollen nur dann mit Medikamenten behandeltim Baugesetzbuch ein Riegel vorgeschoben werden, wenn sie krank sind. Ein Kontrollmechanismus, um den restriktiven Antiobiotikaeinsatz sicherzustellen ist z.flankiert durch strenge bauliche Auflagen (z. B. die Stärkung der Amtsveterinäre durch entsprechende der Aus- und Weiterbildung.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
beim Brandschutz) in Sachsen fordern, dass Richtlinien für eine Mindestzeitspanne der Mast aufgestellt werden, die sich an den natürlichen Wachstumszeiten der jeweiligen Arten orientieren. Die künstliche Verkürzung der Aufzucht bzw. Mastdauer durch Qualzucht oder einseitige Fütterung mit Kraftfutter muss beendet werden. Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet auch, dass die Lebensleistung von Nutztieren Vorrang vor der Jahresleistung haben muss. Das heißt, dass ZuchtformenLandesbauordnung und Haltungssysteme zu bevorzugen sind, die zwar eine geringere Jahresleistung haben, bei denen aber Legehennen länger als ein Jahr legen und Milchkühe länger als drei Jahre gemolken werden können.
Tierquälerische Praktiken wie die Schwanzamputation bei Schweinen, das Schnabelkürzen bei Legehennen oder das Töten männlicher Eintagsküken müssen beendet werden. Bei Schlachtung und Transport der Tiere muss der Tierschutz konsequent eingehalten werden. Wir wollen auch erreichen, dass die Transportzeiten der Tiere minimiert werden. In großen, zentral verorteten Schlachthöfen besteht darüber hinaus immer die Gefahr, dass sich gefährliche Keime ausbreiten.
Unterhalb der Schwelle zum Ökolandbau sollen für konventionelle Tierzuchtbetriebe unterschiedliche Stufen der Haltung definiert und bei den Erzeugnissen leicht erkennbar angeben werden. Bei Hühnereiern ist dies seit Jahren der Fall. Ein erster Schritt sind die Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes. Damit werden auch konventionelle Züchter angeregt, ihre Tiere unter möglichst guten Bedingungen zu halten.
im Bundesimmissionsschutzgesetz.

Begründung