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Änderungsantrag C4-Ä1399-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
AntragsstellerIn: LAG Ökologie
Status: Eingereicht
Eingereicht: 16.01.2014, 11:54 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 1399 bis 1428
Ackerböden sind lebendige Ökosysteme, in denenFür eine Vielfalt von Organismen zusammen wirkt. Nur so kannnachhaltige und soziale Landwirtschaft Auch die sächsische Landwirtschaft befindet sich in einem dramatischen Strukturwandel, das Höfesterben entzieht dem ländlichen Raum mehr und mehr die Existenzgrundlage. Die landwirtschaftliche Produktion steht stark im Fokus der BodenÖffentlichkeit und oft in der Kritik, ob es um illegalen Antibiotikaeinsatz in der Mast, falsch deklarierte Bioeier oder tierquälerische Haltungsformen geht. Junge Menschen, selbst erneuern, nur so ist ein gesundes Wachstum von Pflanzen möglich. Nachhaltigwenn sie vom Hof stammen, streben in die Städte und langfristig verantwortbarin weniger anstrengende Berufe. In 70% aller sächsischen Betriebe ist daher nur der ökologische Landbau, weil nur er die LebensfähigkeitNachfolgefrage ungeklärt. Dauersubventionen speisen bis zu 50% des Bodens für die Zukunft sichertBetriebsgewinns. Die schwierige Situation der Frauen auf den Höfen und ihre Mehrfachbelastung als Ehefrau, Arbeitnehmerin in anderen Firmen und Mitarbeiterin auf Dauer ausreichend gesunde Nahrungsmittel erzeugen kann. In Sachsen werden derzeit nur vier Prozentdem Hof wird zwar registriert aber als unvermeidlich hingenommen. Der Umbau der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet. Während die sächsischen VerbraucherInnen immer mehr Bio-Produkte kaufen, kann deren Nachfrage bisher bei weitemintensiven Landwirtschaft in eine naturverträglichere und soziale Landwirtschaft ist daher alternativlos. Bündnis 90/Die Grünen setzen nicht durch die regionale Produktion gedeckt werden. Mehr ökologisch bewirtschaftete Flächen sind sowohl durch Umstellen vorhandener Landwirtschaftsunternehmennur auf ökologischen Landbau alseinen Ausbau der Ökolandwirtschaft sondern auch durch Neugründung ökologisch wirtschaftender Betriebe möglich.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
auf nachhaltigere Bewirtschaftung in Sachsenkonventionellen Betrieben. Wir wollen eine umwelterhaltende Pflanzenproduktion, eine artgerechte Tierhaltung, und wir wollen eine soziale Landwirtschaft, die bäuerliche, ökologische Landwirtschaft unterstützenohne Selbstausbeutung und fördern. Einseitig auf Leistungsmerkmale überzüchtete, genetisch besonders krankheitsanfällige Kulturpflanzensorten und Nutztierrassenohne Subventionen existieren kann.
Boden als Grundlage unserer Ernährung Unsere Böden
sind einem hohen Nutzungsdruck ausgesetzt. Sie müssen zuvorderst unserer Ernährung dienen. Der vielfach geforderte Ersatz von synthetischen Düngern, AntibiotikaFuttermittelimporten (v.a.D. gentechnisch verändertes Soja) durch heimische Futterpflanzen wird zu einer weiteren Flächennachfrage führen. Daher sind Überlegungen über eine Ausdehnung der energetischen und dem Einsatzstofflichen Nutzung von Pestiziden abhängig. Das Ziel „Klasse statt Masse“ muss beiAgrarprodukten zurückzustellen. Boden ist zudem zum Spekulationsobjekt geworden. In Sachsen sind rd. 70% Pachtland, und die große Nachfrage insbesondere nach Bioenergie und die EU-Flächenprämien haben zu einem starken Anstieg der ZüchtungPachtpreise geführt. Branchenfremde, finanzkräftige Investoren kaufen derzeit Ackerland auf, um Pachtbedingungen diktieren und Auswahlhohe Renditen einstreichen zu können. Daher fordern Bündnis 90/Die Grünen eine Verschärfung des Grundstückverkehrsgesetzes und den Erwerb der Sortenrestlichen BVVG-Flächen durch den Freistaat Sachsen, damit diese für eine ökologische Bewirtschaftung, für Hofgründungen und Rassen ansetzen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen ermutigen
-erweiterungen oder als Ausgleich z.B. für Überflutungsflächen zum Naturschutz inHochwasserschutz weiterverpachtet werden können.
Für eine Ökologisierung
der Landwirtschaft. Wir wollenLandwirtschaft Der Boden kann uns nur ernähren, solange er ein landesfinanziertes Naturschutz-Förderprogramm installieren, mit dem Maßnahmen flexibel, unbürokratischlebendiges Ökosystem ist. Der ökologische Landbau sichert in besonderem Maße die Lebensfähigkeit des Bodens für unsere Zukunft, er ist das Vorbild zur Produktion hochwertiger Lebensmittel unter Einhaltung strenger Naturschutz- und ohne Vorfinanzierung umgesetztTierschutzkriterien und trägt zur Agrobiodiversität bei. Die große Nachfrage nach „Bioprodukten“ kann jedoch durch die heimische Produktion nicht gedeckt werden, denn in Sachsen werden können. Wir wollen alle übernur 4% der Flächen ökologisch bewirtschaftet. Die Vergabepraxis bei Agrarfördermittel in Sachsen soll sich an ökologischen und sozialen Kriterien orientieren und insbesondere eine Kreislaufwirtschaft und die gegebenen EU-Kontrollen hinausgehenden zusätzlichen sächsischen bürokratischen Schikanen abschaffen.
Wir
Regionalwirtschaft stärken. Wir fordern verbandsunabhängige, qualifizierte Beratungsangebote für Frageneine verläßliche finanzielle Förderung bei der ökologischenUmstellung auf Ökolandwirtschaft, verstärkte Beratungsangebote zu regionaler Erzeugung, Verarbeitung und Produktvermarktung für sächsische Betriebe. Das kann z. B. mithilfe der ErrichtungProduktvermarktung. Dazu gehört die Einrichtung eines Kompetenzzentrums Ökolandbau Sachsen geschehen.und einer Professur für ökologische Tierhaltung. Die bisherige Agrarförderung bevorzugt personalextensive Großbetriebe, deshalb begrüßen wir die Bindung eines Teils der Fördergelder an ökologische Kriterien. Darüber hinaus fordern wir Obergrenzen bei den Flächenprämien in Abhängigkeit von der Zahl der Arbeitskräfte je Betrieb.

Begründung