Antragsgrün - die Online-Antragsverwaltung für Parteitage, Verbandstagungen und Mitgliederversammlungen

Änderungsantrag D1-Ä2057-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Teilhabe für alle: Sozialpolitik in Vielfalt
AntragsstellerIn: Ulrike Bürgel (KV Dresden)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 14.01.2014, 17:07 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 2042 bis 2065
Selbstbestimmtes und barrierefreies Leben und Wohnen für alle
Zu einem selbstbestimmten Leben für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen gehört auch das Recht auf ein Leben in der Gemeinschaft in den eigenen vier Wänden. Dafür notwendige Hilfemaßnahmen müssen am individuellen Bedarf ausgerichtet werden. Für uns gilt die Maxime „ambulant vor stationär“. Deshalb wollen wir ambulante Wohngemeinschaften für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen und Unterstützungs- und Pflegebedarf fördern. Dies setzt ein Angebot ambulanter und inklusiver Wohnformen, Unterstützung zum eigenständigen Wohnen und selbstbestimmten Leben und die Förderung von persönlicher Assistenz voraus, ergänzt durch Beratungs- und Unterstützungsangebote für behinderte Erwachsene, die wegen ihrer Behinderung noch bei ihren Eltern leben. Menschen mit Behinderungen sind ExpertInnen in ihren eigenen Angelegenheiten, deswegen unterstützen wir eine Wohn- und Lebensberatung von behinderten Menschen für behinderte Menschen.
Vor allem im ländlichen Raum wächst die Zahl alleinstehender Seniorinnen und Senioren. Beim Umbau der Städte und Dörfer wird altersgerechtes und bezahlbares Wohnen zur immer größeren Herausforderung. Anpassungen von Wohnungen und die dezentrale Bereitstellung von Dienstleistungen und Nachbarschaftshilfe unterstützen ältere Menschen in ihrer bisherigen Wohnumwelt. Unser Einsatz für attraktive Innenstädte, gut ausgebaute Radwege sowie ein verbessertes Angebot an Bussen und Bahnen berücksichtigt gerade auch die Interessen älterer Menschen.

Begründung

Die Formulierung "wegen" oder "trotz" stellt Behinderung immer als etwas besonders zu betonendes heraus, was aber oftmals nicht angemessen ist. Deshalb diese schlichte Formulierung, die mit dem Faktum 'Behinderung' anders umgeht, weil sie eine "Defizit"-Formulierung wie die hier ursprüngliche Fassung meidet.