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Änderungsantrag D2-Ä2415-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Selbstbestimmtes Leben braucht Freiheit und Sicherheit
AntragsstellerInnen: Ulrike Bürgel (KV Dresden), Victor Vincze (KV Dresden)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 14.01.2014, 17:12 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 2402 bis 2448
Respekt für die Vielfalt zu lieben
Mit einem sächsischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Vorurteilen und Ängsten, aber auch Diskriminierung und Gewalt gegenüber gleichgeschlechtlich liebenden, trans* und intergeschlechtlichen Menschen entgegenwirken. Dabei sollen ausdrücklich auch unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf Geschlecht, Alter, Einwanderungshintergrund, Behinderung oder etwa Religion Beachtung finden. Wir sprechen uns für eine kontinuierliche institutionelle Förderung (im Sinne der Planungssicherheit) der Organisationen zur Beratungs- und Bildungsarbeit im Bereich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle (LSBTTI) aus. Bei der Erarbeitung des Aktionsplans sind die Organisationen aus dem LSBTTI-Bereich einzubeziehen. Wir wollen ehrenamtliche LSBTTI-Projekte fördern und ausreichende Beratungsangebote für alle Altersgruppen ermöglichen. Dies gilt vor allem auch für die ländlichen Räume.
Das Thema Sexualaufklärung muss im Lehrplan modernisiert werden. An den Schulen soll fächerübergreifend die Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten thematisiert werden. Im Unterricht sollen offen und ehrlich die verschiedenen Wirklichkeiten von „Familie“ angesprochen und so das Entstehen von Vorurteilen verhindert werden.
Bei der Aus- und Weiterbildung von ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen und PflegerInnen sind auch die besonderen Bedürfnisse, die aus unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Identitäten erwachsen, zu vermitteln. Wir sprechen uns für die Unterstützung von Forschungen zu sexueller Vielfalt aus. Aufklärung setzt voraus, zu wissen, wo Diskriminierung und Ausgrenung stattfinden. Deshalb setzen wir uns für eine Förderung der Forschung zur gegenwärtigen Situation von LSBTTI in Sachsen ein.
Wir wollen die volle rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften in Sachsen erreichen und die letzten diskriminierenden Praktiken aus Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften tilgen. Wir wollen die volle rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften in Sachsen mit der Ehe erreichen und die letzten diskriminierenden Praktiken aus Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften tilgen. Die Anpassung soll dabei rückwirkend bis zur Eonführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gelten. Wir machen usn dafür stark, dass die sächsische Landesverfassung Gleichheit vor dem Gesetz und Schutz für Familie zukünftig unabhängig von der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität garantiert. Wir setzen uns dafür ein, Regenbogenfamilien und ihre Kinder rechtlich zu stärken und dazu Unterhalts- und Sorgerechtsregelungen zu entwickeln, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
So genannte Therapien, in denen Homosexualität angeblich "geheilt" werden kann, gefährden Menschen. Deshalb lehnen wir diese entschieden ab. Mit uns wird es keine staatliche Unterstützung dafür geben.

Begründung

erfolgt mündlich.