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Änderungsantrag F2-Ä3589-2

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Hochschulen stärken und Potentiale der Wissenschaft nutzen
AntragsstellerInnen: LAG Bildung, LAG Hochschule und Wissenschaft
Status: Eingereicht
Eingereicht: 15.01.2014, 16:07 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 3585 bis 3603
Investitionen in die Köpfe
Trotz des Rückgangs der sächsischen Abiturientenzahlen ist die Zahl der Studierenden an sächsischen Hochschulen in den letzten Jahren gestiegen. Wir wollen die Anzahl von derzeit über 100.000 Studierenden beibehalten und die dafür notwendigen Kapazitäten finanzieren. Statt dieser Entwicklung gerecht zu werden, hält die schwarz-gelbe Koalition an ihrem Ziel fest, mit einem Abbau von über 1.000 Stellen bis 2020 über zehn Prozent der wissenschaftlichen Ressourcen zu kürzen. Dabei liegt die Finanzierung der sächsischen Hochschulen schon jetzt mit 6.800 Euro pro StudentIn am unteren Ende der Bundesländer. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen wenden sich gegen diese Stellenkürzungen an den Hochschulen. Die Leistungsfähigkeit der sächsischen Hochschulen hängt unmittelbar von den ihnen zur Verfügung stehenden Grundmitteln und der damit einhergehenden Planungssicherheit ab. Drittmittel wirken nur punktuell und sind zeitlich befristet. Sachsen liegt im bundesweiten Vergleich bei den laufenden Grundmittel je Studierenden jedoch am unteren Ende der Bundesländer. Wir wollen deshalb die relativeAusgaben für die laufenden Grundmittel für Lehre und Forschung um mindestens 50 Millionen Euro erhöhen, um in der relativen Grundfinanzierung der Hochschulen je Studierenden schnellstmöglich an den bundesdeutschen Durchschnitt von 7.300 Euro pro StudentIn anhebenzu erreichen und bis 2020 zu den Spitzenländern Bayern und Baden-Württemberg aufschließen. Eine berechenbare Hochschulfinanzierung mit inhaltlichen Entwicklungszielen wollen wir imaufzuschließen. Im Rahmen einer Hochschulvereinbarung mit allen sächsischen Hochschulen und der Zielvereinbarungen mit den einzelnen Hochschulen wollen wir eine langfristig berechenbare Hochschulfinanzierung mit inhaltlichen Entwicklungszielen verknüpfen.
Auf diese Weise wollen wir die Anzahl von derzeit über 100.000 Studierenden beibehalten und die dafür notwendigen Kapazitäten finanzieren. Unser Ziel ist es, die hohe Zahl der zulassungsbeschränkten Studiengänge zu reduzieren, um eine möglichst freie Studienplatzwahl zu ermöglichen.”
Begründung: Redaktionelle Klarstellungen; weitere Orientierung an der laufenden Grundfinanzierung je Studierender, aber Verzicht auf die (sich ständig ändernden) absoluten Zahlen; dafür Aufnahme der von der Landtagsfraktion als Schwerpunkt beschlossenen Erhöhung um mindesten 50 Mio. Weitere inhaltliche Ergänzung: ein Großteil der Studiengänge an sächsischen Hochschulen ist mittlerweile zulassungsbeschränkt und ermöglicht dadurch nur unzureichend die freie Studienwahl. Eine bessere Grundfinanzierung kann dazu beitragen, diesem Problem zu begegnen, ohne sachlich sinnvolle Zugangsbeschränkungen insbesondere im Masterbereich auszuschließen.

Begründung