Antragsgrün - die Online-Antragsverwaltung für Parteitage, Verbandstagungen und Mitgliederversammlungen

Änderungsantrag F4-Ä4090-1

Veranstaltung: LDK Sachsen Januar 2014
Ursprungsantrag: Sachsen wächst mit Kultur
AntragsstellerIn: Ansgar Bovet (KV Landkreis Leipzig)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 15.01.2014, 15:58 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 4080 bis 4103
Kultur – grenzenlos
Die Region des heutigen Sachsens war in ihrer Geschichte immer eng mit anderen Regionen Europas verknüpft. Menschen aus allen Teilen Europas und der Welt waren aktiv an ihrer Entwicklung beteiligt. Wir wollen an diese positiven Traditionen anschließen. Ob Flüchtlinge, Studierende, hier arbeitende Menschen oder ausländische Touristen – sie alle bereichern mit ihrer Kultur, mit ihren Erfahrungen und ihren Betrachtungsweisen unser Land. Durch spezielle Förderstrukturen wollen wir der Kultur von ethnischen, kulturellen und religiösen Minderheiten mehr Raum geben. Kultur lädt ein und überzeugt, wenn sie den Kulturen von Migrantinnen und Migranten wertschätzend begegnet und eine kulturelle Integration erleichtert. Die öffentlichen Kultureinrichtungen sollten im Rahmen ihres Bildungsauftrages mehr auf neu hinzugekommene Kulturen eingehen und für die Entwicklung interkultureller Kompetenzen beitragen. Wir GRÜNEN wollen den Austausch auf institutioneller Ebene ebenso verstärken wie die internationalen Künstleraustauschprogramme.
Wir bekennen uns ausdrücklich zum Verfassungsauftrag, das Recht der SorbInnen auf Schutz, Erhaltung und Pflege ihrer nationalen Identität und ihres angestammten Siedlungsgebietes zu gewährleisten. Dazu zählt in erster Linie die Förderung der sorbischen Sprache. Wir setzen uns deshalb für ihren Erhalt in Bildungseinrichtungen, Zeitungen, Literatur und im öffentlichen Rundfunk ein. Für die Vermittlung und Förderung der sorbischen Sprache in Kinderkrippen, Kindergärten und in Schulen ist die Aus- und Weiterbildung sorbischsprachiger LehrerInnen, ErzieherInnen und KindergärtnerInnen von zentraler Bedeutung. Nicht nur aus diesem Grund ist das Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig und seine Kooperation mit dem Sorbischen Institut in Bautzen wichtig.

Begründung

Der bestehende Passus sollte sich nicht auf „Minderheiten“ beschränken, sondern auch dezidiert die Kulturen von MigrantInnen ansprechen. Der in anderen Programmteilen zu Recht aufgeführte Begriff der interkulturellen Kompetenz sollte nicht ausgerechnet im „Kulturteil“ fehlen. Zur kulturellen Bildung gehört auch die Vermittlung kultureller Vielfalt in einer Gesellschaft.